Donnerstag, 24. November 2011

Gesund trotz Laktoseintoleranz

Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe, Übelkeit, Blähungen oder Durchfall nach dem Genuss von Milchprodukten? Dann sollten Sie sich auf Laktoseunverträglichkeit testen lassen.

Was ist Laktoseintoleranz?

Bei Laktoseintoleranz handelt es sich um eine Milchzuckerunverträglichkeit. Sie wird auch Laktasemangelsyndrom genannt. Der Körper kann den Milchzucker (Laktose) der Nahrung nicht richtig verdauen. Diese häufigste Form der Intoleranz kann in jedem Lebensalter auftreten. Sie entstehe unabhängig von der regelmäßig verzehrten Menge an Milchprodukten, erklärt Frau Rot von der Gastroenterologischen Schwerpunktpraxis Dr. Kröckel und Dr. Hahn in Ansbach. Wichtig ist, dass eine Intoleranz keine Krankheit oder Allergie ist, sondern nur eine Nahrungsmittelunverträglichkeit.
In Afrika verträgt die Mehrheit der Bevölkerung aus genetischen Gründen keine Milchprodukte. Das war auch der Urzustand des Menschen. Wir haben uns jedoch dahin entwickelt, dass wir Milchprodukte vertragen. In Deutschland sind rund 15 bis 20 Prozent von Laktoseintoleranz betroffen. Frau Rot spricht von steigenden Zahlen.

Wie kann man medizinisch eine Intoleranz feststellen?

Weit verbreitet ist der H2-Atemtest zur Diagnose der Unverträglichkeit. Diesen führen Internisten oder Gastroenterologen durch. Hierzu müssen Sie ein Glas Wasser mit Milchzucker trinken. Anschließend wird die Atemluft wiederholt über mehrere Stunden gemessen. Diese Methode ist einfach und sicher.

Muss ich ganz auf Milchprodukte verzichten?

Eine völlige Abstinenz von Milchprodukten ist nicht notwendig. Heutzutage bieten immer mehr Supermärkte laktosefreie Lebensmittel an. Diese sind etwas teurer, schmecken aber teilweise besser als die „normale“ Variante. Lebensmitteldiscounter bieten 1,5 prozentige H-Milch ohne Laktose ab 0,79 Euro/Liter an. Auch Sojaprodukte sind laktosefrei.
Doch nicht nur in Milchprodukten ist Laktose enthalten, sondern auch in Tabletten, Süßigkeiten, Fertiggerichten und Gewürzmischungen. Die genauen Mengenangaben sind in dieser Tabelle zum Laktosegehalt von Lebensmitteln zusammengefasst.

Eine weitere Möglichkeit, laktosehaltige Podukte trotz Unverträglichkeit zu genießen, bieten Laktasepräparate. Diese führen dem Körper Laktase zu und helfen bei der Verdauung von Laktose. Frau Rot empfiehlt diese Enzympräparate, da sie völlig ungefährlich sind. Außerdem erleichtern sie das Essen im Restaurants, da man dort wenig Einfluss auf die Zutaten hat. Sie sollten jedoch nicht prophylaktisch eingenommen werden, sondern nur wenn notwendig.

Weitere Informationen zum Thema Laktoseintoleranz:

Selbsthilfegruppe Laktoseintoleranz in Ansbach

Kommentare:

  1. Kann mir jemand die Autorin von diesem Artikel nennen?
    "Frau Rot spricht von steigenden Zahlen"...
    Gibt es Statisken oder Literatur für ihre These???

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  2. Ich bin der Autorin des Artikels.
    Statistiken gibt es hierfür sicherlich. Vielleicht wenden Sie sich an das Verbraucherministerium.
    Davon abgesehen habe ich in meinem Bekannten- und Freundeskreis die Erfahrung gemacht, dass immer mehr von einer Laktoseintoleranz betroffen sind.
    Falls Sie Fragen hierzu haben, können Sie sich gerne an mich wenden. Ich war selbst von einer Laktose- und Fruktoseintoleranz betroffen.

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