Dienstag, 29. November 2011

Aquafitness in Franken

Aquafitness etabliert sich immer mehr in unseren fränkischen Schwimmbädern. Doch was zeichnet diesen Fitnesstrend aus?

Die richtige Tiefe

Zuerst hat jeder, der Aquafitness testen möchte, die Qual der Wahl: flaches oder tiefes Wasser? Beim Flachwassertraining ist eine Wassertiefe von 1,20 Meter ideal. Der Trainierende steht dann nur so tief im Wasser, dass es ihm gerade bis zum Bauch oder zur Brust reicht. Beim Tiefwassertraining haben Sie keinen Kontakt zum Boden.

Mit oder ohne Nudel?

Bei vielen Aquafitness-Angeboten können Sie sowohl mit als auch ohne Gerät mitmachen. Diese können Sie entweder für Auftrieb oder Widerstand im Wasser einsetzen. Auftriebsgeräte sind häufig aus Polyethylen-Schaum und helfen Ihnen dabei, sich leichter im Wasser zu bewegen.
Am bekanntesten sind der Aqua-Jogging-Gürtel und die Poolnudel. Widerstandsgeräte, wie Scheiben oder Schwimmbretter, erschweren das Training, indem sie Gegendruck erzeugen.

Gut ist, was gut tut

Generell gibt es keine Voraussetzungen, um an einem Aquafitness-Kurs teilzunehmen. Aufpassen sollten Sie jedoch, wenn Sie Bluthochdruck oder Herzbeschwerden haben. Zudem sollten Sie darauf achten, dass Sie genügend trinken. Denn auch beim Sport im Wasser schwitzt man.

Zu Beginn der Stunde suchen Sie am besten einen Platz im Becken, an dem Sie gut stehen können. Das ist eine wichtige Voraussetzung für ein effektives Training - vor allem im flachen Wasser. Die gängigsten Bewegungen in Aquafitness-Kursen sind: auf und ab springen, Hampelmann, auf der Stelle laufen und vieles mehr. Zusätzlich werden in manchen Kursen Bewegungsmuster von Aerobic und Pilates eingebaut.

Für jeden etwas

Da Aquafitness lediglich ein Oberbegriff für verschiedene Wassersportarten ist, gibt es hier eine kleine Übersicht:
  • Aqua-Jogging ist für alle geeignet, die ihre Ausdauer verbessern möchten. Durch Auftriebshilfen wie der Wet Vest oder dem Aqua Jogger ist es ohne Probleme möglich, Kontakt mit dem Boden zu vermeiden. Man schwimmt fast von alleine und muss „nur“ noch laufen. Wer nach einer gewissen Zeit ein intensiveres Training möchte, kann sich„Wasserschuhe“ anziehen, um die Muskeln im Bein, der Hüfte und im Po permanent zu beanspruchen.
  • Aqua-Walking zeichnet sich durch Laufbewegungen mit Bodenkontakt aus. Es eignet sich super für Einsteiger, Schwangere, Übergewichtige sowie zur Rehabilitation und als Begleittherapie bei Arthrose- und Rheumaerkrankungen.
  • Aqua-Ball wird im brusthohen Wasser gespielt. Die zwei Mannschaften bestehen aus je vier Spielern. Ziel ist es, den Ball möglichst schnell in das Tor der gegnerischen Mannschaft zu spielen. Wie sich die Teilnehmer durchs Wasser bewegen -ob durch Schwimmen, Laufen und oder Springen- ist egal. Sieger ist, wer nach nach zwei mal sieben Minuten die meisten Tore hat.
  • Aqua-Boxing besticht durch Bewegungen aus Kampfsportarten. Für dieses intensive Training werden spezielle Boxhandschuhe angezogen. Wer Stress abbauen will, ist hier genau richtig! Aqua-Boxing bringt Psyche und Körper wieder ins Gleichgewicht.
  • Aqua-Step kräftigt und formt die Beine und bringt den Kreislauf in Schwung.
  • Aqua-Power verbessert vorrangig die Kraftausdauer. Im Mittelpunkt steht dabei die Kräftigung der Schulter-, Arm-, Brust- und Rückenmuskulatur. Wer möchte, kann zusätzlich Wasserhanteln und Aqua-Disks nutzen.
  • Aqua-Balancing ist die sanfteste Art im Wasser zu turnen. Dehn-, Streck- und Gelenkübungen, Massagen sowie ruhige Bewegungen lassen die eigene Energie fließen. Körper und Seele entspannen sich und finden Ruhe. Das Wasser sollte angenehme 35 Grad Celsius haben.


Und noch ein Tipp:
Von vielen Krankenkassen gibt es einen Zuschuss für Aqua-Fitness-Kurse. Es lohnt sich also, bei der eigenen Krankenkasse nachzufragen!


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