Samstag, 24. Dezember 2011

Das typisch fränkische Weihnachtsessen

Weihnachten steht vor der Tür und was kommt auf Franken’s Tische? Bei vielen ist es klar, was es an Heilig Abend und den Feiertagen zu essen gibt: Gans, Karpfen oder Wienerle mit Kartoffelsalat. Doch woher kommt unser Weihnachtsessen und wo gibt es die fränkische Bio-Gans?



Wir haben uns in Franken umgesehen und für Sie nach den Ursprüngen und „Geburtsorten“ unserer Weihnachtsessen gesucht. Bei uns erfahren Sie, wo Ihre Gans, Karpfen und Wiener herkommen.


Wir wünschen Ihnen FROHE WEIHNACHTEN!


Es gibt es sie – die glückliche, freilaufende Bio-Gans vom fränkischen Bauernhof! Der Hofmarkt „Gemüsekiste“ von Andreas Fischer in Petersaurach in der Nähe von Ansbach bietet nämlich nicht nur frisches Bio-Gemüse. Auch Weihnachtsgeflügel kann man bei dem fränkischen Bauernhof erhalten. Es gibt Gänse zwischen vier und sechs Kilo, Gänsebrust und Gänsekeule. Auch Hähnchen bietet der Landwirt an. Wer es statt fränkisch lieber amerikanisch probieren will, für den gibt es dort auch Pute, einen weiblichen Truthahn. Wer in der Nähe von Ansbach wohnt, kann sich sein Weihnachtsgeflügel sogar vor die Haustür liefern lassen.

Der Karpfen aus Franken

Es gibt ihn gebacken, es gibt ihn blau – der fränkische Karpfen. Doch an Weihnachten will man ihn lieber selbstmachen und dafür braucht man einen frischen Karpfen. Die bekommt man am besten bei einer Karpfenzucht. In Franken gibt es diese beispielsweise im Aischgrund im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim und Landkreis Erlangen-Höchstadt. Seit dem Mittelalter werden dort in insgesamt 1 500 Weihern Karpfen gezüchtet. Typisch für diese Region ist der Aischgründer Spiegelkarpfen. Vor allem paniert ist er eine fränkische Delikatesse.
Die fränkischen Wirtshäuser verlassen sich bei ihren Karpfen auf den Fürther Fischhandel „Karpfen Stoll“. Bereits seit 1919 beliefert die Firma aus Rednitzhof die Gaststätten in Franken.

Das Wienerle, das eigentlich aus Franken kommt

Der Weihnachts-Wiener heißt in Franken „Wienerle“. Und wer hat’s erfunden? Nicht die Schweizer, sondern wir Franken! Vor 200 Jahren erfand der Franke Johann Georg Lahner aus Gasseldorf in der Fränkischen Schweiz das Wiener Würstchen. Damals machte er eine Metzgerlehre in Frankfurt und hatte dort die Idee, eine neue Wurst zu entwickeln, die besonders handlich sein sollte. Doch woher kommt dann das „Wien“ im „Wienerle“? Das kam tatsächlich im österreichischen Wien dazu. Denn während seiner Wanderjahre brachte Lahner seine Wursterfindung in Wien auf den Markt. Von dort ging die eigentlich fränkische Wurstinnovation um die Welt. Doch eine Namensverwirrung bleibt. Denn in Wien heißt es immer noch „Frankfurter“ und im Rest der Welt „Wiener“.

Mit unserem Fachwissen können Sie bestimmt beim Weihnachtsessen oder an den Feiertagen am Esstisch auftrumpfen. Lassen Sie es sich schmecken!

Ein kleiner Tipp: Auch das fränkische Bier aus Kulmbach, Bayreuth oder Nürnberg schmeckt lecker zu den fränkischen Weihnachtsspezialitäten!

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