Donnerstag, 5. Januar 2012

Fett oder fit durch Facebook? Es liegt in Ihrer Hand!

Fränkische Wirtschaftsinformatiker der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg haben herausgefunden, wie das soziale Netzwerk Facebook das Körpergewicht beeinflusst. Nachdem sie ihre Studien in Franken ausgewertet haben, haben sie eine Facebook-Anwendung entwickelt, die Kalorien zählt und beim Abnehmen hilft.

Übergewicht ist eine ansteckende Krankheit – das hat eine Langzeitstudie von Nicholas Christakis und James Fowler bewiesen. Innerhalb von Freundeskreisen überträgt sich das Übergewicht wie eine Infektionskrankheit. Wenn man viele Freunde hat, die keinen Sport machen und lieber auf der Couch liegen, dann wird man sich selbst auch eher so verhalten. So wurde Übergewicht zu einer sozialen Krankheit, die auch über Facebook übertragen werden kann.

Fränkische Forscher sind dem Dickmacher auf der Spur


Das Projekt an der FAU wird von Dr. Carolin Durst, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Lehrstuhls, und Dr. Hossein S. Zadeh von der RMIT Universität in Melbourne, Australien, betreut.
Unterstützt werden sie von Janine Viol und Martin Wolff, die im Masterprogramm International Information Systems an der FAU studieren und ihre Abschlussarbeit im Rahmen des Forschungsprojekts schreiben. Doch wie kann man soziale Nähe bei Facebook messen? „Freunde, die öfters gemeinsam auf Fotos verlinkt sind, stehen sich näher“, sagt Dr. Durst. Ein Indikator für Nähe sind viele Posts eines Freundes auf der eigenen Pinnwand.  Die fränkischen Forscher untersuchen auch die Netzwerkstruktur der Facebook-Nutzer. Freundezahl, ähnliche Interessen, Gruppen und Schulen spielen dabei eine wichtige Rolle.

Wie beeinflusst Facebook unsere Ernährung und Gesundheit?

Für die Studie mussten Indikatoren festgelegt werden. Diese hat Janine Viol in einer Vorstudie herausgefunden. Zusammen mit dem Nürnberger Frauenfitnessstudio „Das Studio- Frauenfitness“ hat sie ermittelt, was beim Zu- und Abnehmen wichtig ist. Am wichtigsten sind dabei Komplimente und die Unterstützung aus dem Freundeskreis.

Facebook-Anwendung für mehr Gesundheit


Die Facebook-Anwendung "Calorie Cruncher"
Danach stellten die fränkischen Forscher zusammen mit einem Marktforschungsunternehmen eine Studie auf die Beine. Dabei stellen ungefähr 3.000 Versuchspersonen anonymisiert Informationen über ihre Facebook-Umgebung zur Verfügung.Die Erkenntnisse aus der Studie wollen die Wirtschaftsinformatiker der FAU verwenden, um Facebook positiv zu beeinflussen. Darum entwickeln Sie eine Facebook-Anwendung mit dem Namen „Calorie Cruncher“. Die unterstützt ein gesundheitsbewusstes Verhalten im Facebook-Freundeskreis und motiviert zu mehr Bewegung und einem gesünderen Lebensstil. Der „Calorie Cruncher“-Nutzer kann posten, wie viele Kalorien er verbraucht hat. Dabei zählt nicht nur Sport, sondern auch Shoppen kann Kalorien verbrennen. Die Idee hinter der Anwendung ist, dass die virtuellen Freunde sich gegenseitig beim Kaloriensammeln übertrumpfen wollen und so abnehmen. Jeder kann mitmachen und so macht Facebook Franken nicht nur dick, sondern auch wieder dünn.

Hier finden Sie die Facebook-Anwendung "Calorie Cruncher".
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