Dienstag, 10. Januar 2012

Zucker war gestern: Franken süßt mit Stevia

Stevia ist süß und gesund. Ein Widerspruch in sich? Eben nicht. Im Gegensatz zu Zucker kann Stevia bedenkenlos konsumiert werden, ohne schlechtes Gewissen und ohne Gewichtszunahme. Aber was ist dieses Wundermittel Stevia? Wir klären Sie auf.


Stevia rebaudiana wird auch Süß- oder
Honigkraut genannt
Stevia rebaudiana ist eine Pflanze, die ursprünglich aus Paraguay und Brasilien kommt. Die dort ansässigen Indianer verwenden das Gewächs seit vielen hundert Jahren zum Süßen. Deshalb wird es auch Süß- oder Honigkraut genannt. Die Pflanze ist 300-mal süßer als Zucker.






Süße und unschädliche Ernährung
Stevia kann große Mengen Zucker ersetzen
Die gesundheitsschädlichen Auswirkungen von Zucker hat Stevia nicht. Es hat fast keine Kalorien und eignet sich zum Abnehmen. Da der Genuss von Stevia den Blutzuckerspielgel nicht erhöht, können vor allem Diabetiker davon profitieren. Stevia verursacht auch keine Karies, da das Kraut plaquehemmend ist. Stattdessen harmonisiert es die Mundflora und bekämpft die Karies. Menschen, die unter Fructoseintoleranz leiden, können mit Stevia das Essen süßen. Dadurch wird die Ernährung abwechslungsreicher und schmackhafter.


Wenn Stevia so toll ist, warum haben Sie davon noch nie etwas gehört?

Das hat einen ganz einfachen Grund. Stevia ist erst seit dem 2. Dezember 2011 in Deutschland als Lebensmittel zugelassen. In Japan, Asien und Amerika ist es seit Jahrzenten erlaubt. Auch in weiten Teilen Europas wird es schon seit mehreren Jahren verkauft. Nun darf es endlich in Deutschland verwendet werden. Davor konnte man Stevia als Badezusatz kaufen. Doch das wussten meist nur Insider. Die Zulassung Stevias hat so lange gedauert, weil man genau testen wollte, ob es gesundheitsschädliche Wirkungen hat. Jahrhunderte altes Indianerwissen war als wissenschaftlich fundierte Grundlage nicht ausreichend.



Schon eine kleine Menge Stevia reicht zum Süßen aus
Wie und wo gibt es Stevia?

Das leckere Süßkraut gibt es als weißes Pulver, Tabs sowie als wässrigen oder alkoholischen Auszug. Sie können es in Reformhäusern in und rundum Franken kaufen. Je nachdem welche Form sie bevorzugen, gibt es Tabs oder Pulver von 5 bis 10 Euro. Da eine Messerspitze des Pulvers genügt, um einen Joghurt zu süßen, reicht Ihnen dieser Vorrat für eine lange, lange Zeit.




Die Dosierung hat anfangs ihre Tücken

Wer sich das erste Mal an Stevia heran traut, sollte damit sehr vorsichtig süßen. Aufgrund der erhöhten Süßkraft darf es nicht wie Zucker dosiert werden. Der Geschmack von Stevia ist anfangs gewöhnungsbedürftig, da es einen bitteren Nachgeschmacks hat. Aber nach einiger Zeit haben Sie sich daran gewöhnt. Stevia eignet sich zum Versüßen von Nachspeisen, Joghurts, Kaffee, Plätzchen, Milch und Tees.



Süßkraft der Zukunft

Jetzt da Stevia als Nahrungsmittel zugelassen ist, arbeitet die Industrie daran den Geschmack zu verbessern und ihn zuckerähnlicher zu machen. Allen voran Coca Cola, die in Amerika eine Sprite-Variante mit dem Süßkraut auf den Markt gebracht haben. Auch in Deutschland werden immer mehr Firmen auf die Süßkraft von Stevia aufmerksam. Die Andechser Molkerei Scheitz hat seit kurzem Stevia Joghurts im Sortiment. Wir können auf die Weiterentwicklung gespannt sein.

Auf der Homepage von Free Stevia finden Sie mehr über die Vorzüge der Pflanze und tolle Rezepte und Neuigkeiten rund um den Süßstoff.

Fit in Franken hat einen Tipp für Ihren ersten Einsatz von Stevia: Wie wär's mit einem süßen Tee ohne Zucker?

1 Kommentar:

  1. Hallo. Wir sind Mitstreiter für das Thema, Stevia in der Öffentlichkeit zu fördern, nicht zuletzt um der Zuckerindustrie etwas Salz in die Suppe zu streuen. Wir freuen uns daher über Ihren Beitrag und senden beste Grüße aus München. Ralf

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